Henrys Tagebuch

Problemhund beim Tierarzt

Am gestrigen Tage wurde die Hundebesitzer unfreiwillige Besucher beim Tierarzt. Ohne äußerlich ersichtlichen Grund konnte Henry seine Pfote nicht mehr aufsetzen. An das betroffene Bein liess er sich nur ungern fassen. Tja, da kann man dann noch ne Nacht drüber schlafen, oder sich dann doch durchringen schnell den Tierazt zu konsultieren. Natürlich konnte der Problemhund nicht gleich mit in die Praxis, sondern musste im Auto verbelieben, bis er an der Reihe war. Zunächst verlief die Untersuchung unproblematisch. Vorher einen Maulkorb drauf und dann auf den Tisch beim Tierarzt gehoben. Kein Problem. Als der Tierarzt dann aber an das erkrankte Bein fassen wollte, wehrte sich Henry jeoch so stark, dass Frauchen und ein Pfleger beherzt zufassen mussten, um den Hund auf dem Tisch zu halten. Mehrfach drohte das Unterfangen wegen der Wehrhaftigkeit des Hundes zu scheitern. Dann wurde jedoch eine kleine Wunde gefunden, in der Wunde steckte nur ein kleiner Fremdkörper, der entfernt wurde. Das Bein war an dieser Stelle, nach der Rasur besser sichtbar, doch angeschwollen. Die Wunde wurde dann noch desinfiziert, natürlich nicht ohne ein erneutes Wehren des Hundes. Blessuren haben dabei nebst Frauchen auch der Pfleger davongetragen. Anschließend gab es noch Antibiotika und der Heimweg konnte angetreten werden. Am heutigen Morgen war dann beim Spaziergang kaum etwas von den Beschwerden zu sehen. Es scheint alles gut zu verlaufen. Sicher hätte man noch eine Nacht abwarten können und ein Tierheilpraktiker hätte sicher auch behandeln können. Egal, Hauptsache dem Hund geht es wieder gut. Den Tierarzt möchte er sicher so schnell nicht wiedersehen.

Hunderziehung – Wie erlernt der Hund neben dem Rad zu laufen?

Die gestrige Abendrunde bestand aus einer schnelleren Laufeinheit des Herrchens, welches Frauchen auf dem Fahrrad mit Hund begleitete. Auf gerader Strecke und ohne Ablenkung durch Kaninchen (Jagdtrieb), Anhalten zum Erledigen des “Geschäfts”, oder andere Hunde (von Neugierde bis zu aggressivem Verhalten) gestaltete sich das Rad fahren mit dem Hund unproblematisch.

Als Route hatten wir eine ca. 12,5 km lange Runde entlang des Kanals gewählt. Frauchen fuhr mit dem Hund voraus und wartete dann regelmäßig an bestimmten Punkten. Problematisch aber nicht kritisch wurde die Lage immer dann, wenn Henry meinte, er müsse prompt anhalten. Dies führte zu einigen mehr oder weniger waghalsigen Bremsmanövern. Was bei Herrchen zu Besorgnis führt ist für Frauchen mehr Belustigung…  

Kurz vor der Überquerung der Brücke kam es zu einem nicht vorhersehbaren Kontakt mit dem Hund eines entgegen kommenden Läufers. Henry zog natürlich in dessen Richtung und Frauchen hielt den Hund fest und renkte sich dabei fast einige Rückenwirbel aus. Alles halb so wild, wie sie im Anschluss meinte…

Auf der Brücke und in kritischen Situationen übernahm dann Herrchen die Leine und somit hielten sich die problematischen Situationen in Grenzen, zumal der Hund langsam auch müde wurde und von sich aus auch weniger Motivation verspürte seinen Instinkten bzw. auch sein Fehlverhalten nachzukommen. Dies in Zusammenhang mit dem Hormonchip zu bringen, wäre wohl zu weite hergeholt. Daheim angekommen war Henry jedenfalls schnell eingeschlafen.

Das “Experiment” Radfahren wird indes natürlich weiterverfolgt und zwar auch in der oben genannten Konstellation Radfahrer/Läufer.

Problem-Verhalten Hund – Jagdtrieb

Die gute Witterung nutzend war gestern ein gemeinsamer Spaziergang auf die Halde von Henry mit Herrchen und Frauchen angesagt. Wer mit wem spazieren geht? Die grobe Richtung bestimmt der Halter, abgeleint bestimmt der Hund.

Nachdem der grüne Zugang zur Halde erreicht war, wurde der Hund abgeleint. Auf dem zunächst engen Weg büchste der Hund auch nicht großartig aus, sondern blieb immer in Sichtweite und hörte auch auf Rufzeichen. Gut, ein wenig mehr Motivation durch das Rufen wäre schon schön, aber man will ja auch nicht zuviel verlangen. Im weiteren Verlaufe wurde insbesondere das Herrchen mit zunehmender Ignoranz bedacht.

Im “Aufstieg” auf die Halde, kam es dann zu einem Showdown mit diversen Kaninchen-Familien. Verlust des Jagdinstinktes? Nichts dergleichen. Angetrieben durch die zahlreich umherhoppelnden bzw. sprintenden Kleintiere, war der Hund plötzlich verschwunden. Anfangs vernahm man noch das leise Klimpern der Steuermarke, Sekunden später war auch dieses Geräusch verstummt. Frauchen bleibt ganz entspannt, während Herrchen schon laut ruft. Nix zu hören. Also kurz mal den Abstieg runter und den nächsten Weg rein um zu sehen, ob der Hund sich dort aufhält. Fehlanzeige. Die Suchaktion war natürlich von lauten Rufen und Pfiffen (der eine lauter, die andere leiser) begleitet. Nach weiteren 5 Minuten (gefühlte 20 Minuten) hörte man ihn dann wieder. Hatte wohl ein ganzes Heer in die Bauten treiben müssen. Auf Zuruf kam er dann auch zum Herrchen. Man darf ihn dann ja nicht bestrafen, schließlich ist er ja trotz der Schweißausbrüche und Herzattacken des Herrchens wiedergekommen. Frauchen telefoniert übrigens derzeit, nimmt es halt lockerer. ;-)

Okay, Halde dann angeleint hoch, noch einen Kumpel zum Spielen gefunden. Keinerlei Aggressionen erkennbar, er war abgeleint. Mit Frauchen wurden dann noch ein paar Übungen gemacht. Ganz brav bei Fuß gegangen, auch im Laufschritt. Und dann beim Abstieg noch eine Begegnung mit zwei Hunden. Auch diese war trotz Leine aggressionsfrei. Das Henry sich dann aber vom anderen Rüden decken lässt ist dann doch verwunderlich. Wirkt Suprelorin etwa schon und verweichlicht den Hund dermaßen? Es bleibt abzuwarten…

Hund am Rad beim Sonntagsausflug

Der gestrige Sonntagsausflug war sowohl für den Hund als auch für die Herrchen eine schöne und aber auch teilweise anstrengende (Tor-)Tour.

Frauchen hatte am Samstag schon ein wenig das Führen des Hundes am Rad geübt, so dass dem Hund das Procedere schon ein wenig bekannt war. Gespannt war man darauf, wie der Hund auf andere Artgenossen, diverse neue Umwelteindrücke und natürlich auch wieder auf Kaninchen (Jagdtrieb) reagieren würde. Dadurch das Herrchen bei diesem Ausflug seine Laufeinheit absolvierte, war also für brenzlige Situationen ein Backup geschaffen. Die Leine konnte also schnell übergeben werden.

Durch das sonnige und frühlingshafte Wetter bedingt, waren die Wege natürlich entsprechend mit zahlreichen Radfahrern und einigen Spaziergängern nebst Hund gefüllt. Zu Beginn gab es eigentlich nur kurze, durch den Hund verursachte Stopps. Diese wurden durch das normale Geschäft verrichten erzeugt. Bedingt durch die Geschwindigkeit wurden die Stopps im Verlauf immer seltener. Die auf den Wegen umherfahrenden Radfahrer wurden vom Hund vollständig ignoriert. Der hatte wohl nur noch auf Überlebensmodus geschaltet und war auf das Ankommen fixiert. Begegnungen mit anderen angeleinten Hunden führten aber doch noch für das eine oder andere Gezerre an der Leine, hier übernahm vorab der Läufer. Aufgrund der höheren Geschwindigkeit, war man aber schnell an den Hundehaltern nebst deren Hunden vorbei. Daheim angekommen, gab es nach der Erfrischung mit Wasser am Napf dann nur noch das Bestreben möglichst schnell in die waagerechte Position zum Schlafen zu kommen.

Der spätere Aufenthalt im Garten war dann auch nur durch wenige Spieleinheiten mit den Artgenossen geprägt. Henry zog es eher vor im Schatten zu verweilen. Auf die Abendrunde hätte er sicher auch gern verzichtet, denn das Aufstehen fiel doch recht schwer.

Wirkung Suprelorin? Jagdinstinkt beim Hund lässt nach …

Trägt der Besuch der Hundeschule Früchte? War es die erste Wirkung von Suprelorin, dem Hormonchip? War der Hund einfach nur müde?

Bei der heutigen morgendlichen Lauf-Runde war entspannte Atmosphäre ohne Gezerre an der Leine gegeben. Die in Massen vorhandenen Kaninchen hatten zwar die ganze Aufmerksamkeit des Hundes, aber dies führte nicht zu den bisher bekannten Versuchen zur Aufnahme der Jagd, die in der Vergangenheit spätestens durch einen starken Ruck an der Leine ihr jähes Ende fanden.

Ein Königsfasan war das eigentliche Highlight. Da kam der Jagdinstinkt von Henry noch mal richtig durch. Erste Überlegungen, den Hund tatsächlich abzuleinen um einen schönen Braten am Abend zu kredenzen wurden zum Wohle der Fauna verworfen.

Begegnungen mit anderen Hunden waren nicht gegeben, denn anscheinend kommt niemand sonst auf die Idee um 6 Uhr morgens durch den Park zu laufen und Gassi zu gehen. Heute hat man auf jeden Fall einen schönen Sonnenaufgang verpasst.

Problem Hund Dominanz und Aggressivität – Henry nun mit Hormonchip

Henry hat gestern seinen Hormonchip bekommen, der einer chemischen Kastration gleichkommt. Grund dafür war, dass er sich bisweilen sehr dominant zeigte. Auf der einen Seite ließ der Gehorsam schwer zu wünschen übrig, auf der anderen Seite hat er sich zeitweise anderen Artgenossen (zumeist an der Leine) aggressiv gegenüber verhalten. Zusätzlich hat er noch einen ausgeprägten Jagdtrieb, dafür keinen Spieltrieb. Hört sich zunächst an wie ein wildes Tier. Er ist aber daheim lammfromm, legt sich einfach hin und man bemerkt ihn kaum. Auch tagsüber ist er in seinem Auslauf unauffällig.

Da der Hund aber größtenteils in einer Umgebung auch mit Kindern, anderen Hunden und Tieren (bspw. Pferde und Kaninchen) gehalten wird, ist dieses Verhalten natürlich nicht zu tolerieren. So reifte u.a. die Entscheidung einer Kastration, flankierend von weiteren Maßnahmen. Um nicht gleich unumkehrbare Verhältnisse durch eine Operation zu schaffen, wird nun mittels Chemie der Hormonhaushalt reguliert. Die Unfruchtbarkeit soll nach sechs Wochen eintreten. Ob sich das Verhalten schon vorher ändert, bleibt abzuwarten. Die letztendliche Entscheidung für oder gegen einen operativen Eingriff werden wir von den Ergebnissen abhängig machen.

Heute hat er sich, wohl noch unter dem Eindruck des gestrigen Tierarztbesuches stehend, beim morgendlichen Spaziergang auffallend unauffällig verhalten. Er zog weniger an der Leine und reagierte besser auf Kommandos. Gut, die Begegnung mit einem gleichgroßen Hund fiel dann fast wie immer aus. Ziehen an der Leine, Knurren und heftiges sonstiges Getöse. Aber man will ja auch keine Wunder erwarten…