Problem Hund Dominanz und Aggressivität – Henry nun mit Hormonchip

Henry hat gestern seinen Hormonchip bekommen, der einer chemischen Kastration gleichkommt. Grund dafür war, dass er sich bisweilen sehr dominant zeigte. Auf der einen Seite ließ der Gehorsam schwer zu wünschen übrig, auf der anderen Seite hat er sich zeitweise anderen Artgenossen (zumeist an der Leine) aggressiv gegenüber verhalten. Zusätzlich hat er noch einen ausgeprägten Jagdtrieb, dafür keinen Spieltrieb. Hört sich zunächst an wie ein wildes Tier. Er ist aber daheim lammfromm, legt sich einfach hin und man bemerkt ihn kaum. Auch tagsüber ist er in seinem Auslauf unauffällig.

Da der Hund aber größtenteils in einer Umgebung auch mit Kindern, anderen Hunden und Tieren (bspw. Pferde und Kaninchen) gehalten wird, ist dieses Verhalten natürlich nicht zu tolerieren. So reifte u.a. die Entscheidung einer Kastration, flankierend von weiteren Maßnahmen. Um nicht gleich unumkehrbare Verhältnisse durch eine Operation zu schaffen, wird nun mittels Chemie der Hormonhaushalt reguliert. Die Unfruchtbarkeit soll nach sechs Wochen eintreten. Ob sich das Verhalten schon vorher ändert, bleibt abzuwarten. Die letztendliche Entscheidung für oder gegen einen operativen Eingriff werden wir von den Ergebnissen abhängig machen.

Heute hat er sich, wohl noch unter dem Eindruck des gestrigen Tierarztbesuches stehend, beim morgendlichen Spaziergang auffallend unauffällig verhalten. Er zog weniger an der Leine und reagierte besser auf Kommandos. Gut, die Begegnung mit einem gleichgroßen Hund fiel dann fast wie immer aus. Ziehen an der Leine, Knurren und heftiges sonstiges Getöse. Aber man will ja auch keine Wunder erwarten…